Kinderschutzbund: Projekt für Kinder mit psychisch krankem Elternteil - Kiermasz erneut zum Vorsitzenden gewählt

Der neue Vorstand des DKSB Günzburg

Psychische Erkrankungen sind für einen betroffenen Erwachsenen eine erhebliche Belastung. Doch sind von den Folgen auch ganze Familien zum Teil erheblich betroffen. So sind Kinder mit einem psychisch kranken Elternteil in ihrem jungen Leben ganz besonderen Herausforderungen ausgesetzt. Um solchen Kindern ein Stück weit Normalität zu bieten, startet der Kinderschutzbund Günzburg ein Patenschaftsprojekt. In enger Partnerschaft mit der Familien-Beratungsstelle FIPS am Bezirkskrankenhaus Günzburg wird das Projekt in den nächsten Monaten entwickelt und umgesetzt. Das Patenschaftsmodell soll den betroffenen Kindern mit einem psychisch erkrankten Elternteil eine emotional stabile Bezugsperson an die Seite stellen. Bereits während der stabilen Phasen  psychisch belasteter Eltern wird zu den betroffenen Kindern  durch ehrenamtliche Paten eine tragfähige Beziehung aufgebaut, um im Falle einer Verschlechterung des elterlichen Gesundheitszustandes oder einer stationären Einweisung des kranken Elternteils kurzfristig einen vertrauten, Sicherheit und Geborgenheit bietenden Ort im Hause der Paten-Eltern zeitweise zur Verfügung stellen zu können. Dazu werden nun Paten gesucht, Fortbildungen organisiert und nicht zuletzt müssen auch Sponsoren für dieses Anliegen gewonnen werden.

Im Rahmen seiner Jahresmitgliederversammlung konnte der Kinderschutzbund dazu kürzlich Susanne Kilian von der BKH-Beratungsstelle FIPS  als Referentin gewinnen. Sie schilderte in beeindruckender Weise, wie sehr zum Teil die Kinder unter der Erkrankung ihrer Eltern zu leiden haben und welche dramatischen Auswirkungen dies auf ihre Entwicklung haben kann.

„Wir möchten diesen Kindern ein Stück ihrer Kindheit zurückgeben“, umschreibt Matthias Kiermasz, Kreisvorsitzender des Kinderschutzbunds, die Intention des Projekts. „Der Vorstand hat dafür 20.000 EUR bereitgestellt. Für unseren kleinen Verein enorm viel Geld. Das unterstreicht, wie wichtig uns diese Kinder aus zum Teil hoch belasteten Familien sind.“, so Kiermasz weiter.

In seinem Rechenschaftsbericht ging der Kreisvorsitzenden auf die vielfältigen Aktivitäten des Kinderschutzbunds ein. 218 Mitglieder hat der Verein zurzeit. Mit etwa 130 Mitarbeitern betreute er im vergangenen Jahr ca. 700 Kinder in seinen Projekten, darunter zahlreiche Mittagsbetreuungen, begleiteter Umgang, Elternkurse, Hausaufgabenbetreuungen und Scheidungskindergruppen. Als Nächstes stand der Finanzbericht auf der Tagesordnung. Schatzmeister Stefan Schäffler konnte den zahlreichen Mitgliedern von gesunden Finanzen berichten. Die Kassenprüferinnen  attestierten anschließend eine geordnete Wirtschaftsweise.

Abschließend wurde unter der fachkundigen Leitung von Gerlinde A. Schweiger als offizielle Vertreterin der Stadt Ichenhausen der neue Vorstand gewählt: Alter und neuer Kreisvorsitzender ist Matthias Kiermasz, seine beiden Stellvertreterinnen Dr. Ruth Niemetz und Melanie Mück-Spengler wurden ebenfalls in ihren Ämtern bestätigt. Schatzmeister Stefan Schäffler wurde ebenso wie Schriftführer Peter Selg einstimmig wiedergewählt. Als Beisitzerin fungiert erneut Eva Maria Elischer.

Kreisvorsitzender Matthias Kiermasz dankte den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern für ihren unermüdlichen Einsatz. Allen Mitarbeitern, den Partnerkommunen, dem Landkreis und den Sponsoren sprach Kiermasz für ihre wichtige Unterstützung seinen Dank aus und warb um ihre wohlwollende Unterstützung.

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