Neuwahlen bei der Kommunalpolitischen Vereinigung - Matthias Kiermasz löst langjährigen Vorsitzenden Hans Joas ab

Alter und neuer Vorstand der KPV im Landkreis Günzburg (Foto: Strobel)

Überraschung bei den tunusmäßigen Neuwahlen der Kommunalpolitischen Vereinigung im Landkreis Günzburg. Mit großer Mehrheit wurde Matthias Kiermasz zum neuen Kreisvorsitzenden gewählt.

Nach 25 Jahren an der Spitze der KPV - der Vereinigung aller CSU-Mandatsträger - im Landkreis trat Hans Joas (Gundremmingen) nicht mehr an. In einer sehr persönlichen Ansprache dankte CSU-Kreisvorsitzender Alfred Sauter seinem langjährigen Weggefährten für dessen 40jährige Arbeit. Hans Joas wurde einstimmig zum Ehren-Kreisvositzenden der KPV gewählt.

Dem neuen Kreisvorsitzenden stehen Gerhard Glogger (Balzhausen - wie bisher) und Stefan Baisch (Günzburg) als Stellvertreter zur Seite. Weiterhin gehören dem neuen Vorstand an:

  • Roland Kempfle
  • Ilse Thanopoulos
  • Robert Hartinger
  • Robert Strobel
  • Georg Schwarz
  • Peter Walburger
  • Gabriele Wohlhöfler
  • Sandra Dietrich-Kast

Aktuell informierte der neue Ehrenkreisvorsitzende Hans Joas über eine Alternative zu Stichwahlen auf kommunaler Ebene bei Bürgermeister- und Landratswahlen. Die zusätzlichen Kosten und die immer weiter zurückgehende Wahlbeteiligung führte jüngst zu einer Diskussion mit MdL Christian Meißner, Vorsitzender des Ausschusses für kommunale Fragen im Bayerischen Landtag. Oft standen nur noch 25 Prozent der Wähler hinter dem Stichwahl-Sieger. So kam das „Supplementary vote“ –Verfahren in die Diskussion. Zu einer ersten Stimme gibt es zusätzlich eine zweite Alternativ-Stimme, für den Fall, dass kein Bewerber die absolute Mehrheit der Erststimmen erreicht. 

Das Supplementary-vote-Verfahren ist ein Zwei-Stimmen-Wahlrecht, bei dem die zweite Stimme eine Alternativ-Stimme ist, die nur hilfsweise für den Fall abgegeben wird, dass anhand der abgegebenen Erststimmen kein Kandidat die absolute Mehrheit erreicht. Dabei muss mit der Alternativ-Stimme ein anderer Bewerber als mit der ersten Stimme gewählt werden. Allerdings besteht keine Verpflichtung zur Abgabe der Alternativ-Stimme, aber ohne eine erste Stimme kann keine Alternativ-Stimme abgegeben werden. 
Zur Ermittlung des Wahlsiegers werden zunächst die ersten Stimmen ausgezählt. Wer dabei die absolute Mehrheit der Stimmen erreicht, ist gewählt. Gelingt dies keinem Kandidaten scheiden bis auf die beiden Erstplatzierten die übrigen Kandidaten aus. Nun werden die Stimmzettel jener Wähler ausgewertet, die mit der ersten Stimme für einen inzwischen ausgeschiedenen Kandidaten gestimmt haben. Soweit sie ihre Alternativ-Stimme für einen der beiden Bestplatzierten abgegebenen haben, werden diese Stimmen für die beiden Favoriten hinzu addiert. Der Kandidat, der nun insgesamt die meisten Stimmen hat, ist gewählt.


Zum Bild: CSU-Kreisvorsitzender Alfred Sauter mit dem bisherigen und neuen Team der Kommunalpolitischen Vereinigung (KPV) im Landkreis Günzburg. Von links Hans Klement (bisher stellv. Kreisvorsitzender und Mitglied im Bezirksvorstand), Alfred Sauter, MdL, der neue KPV-Kreisvorsitzende Matthias Kiermasz, sein Vorgänger und jetzt Ehrenkreisvorsitzender Hans Joas (Gundremmingen) sowie die stellvertretenden Kreisvorsitzenden Gerhard Glogger (Balzhausen) und Stefan Baisch (Günzburg).

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Kiermasz@Twitter