Ministerpräsident Seehofer verspricht der Region Kompensation bei Atomausstieg

Seehofer auf dem Dorfplatz von Ettlishofen

Ministerpräsident Seehofer hat den Landkreis Günzburg besucht. Nach einem freundlichen Empfang durch Schützenverein und Musikverein  in Ettlishofen (Gemeinde Bibertal) hieß Bürgermeister Robert Strobel (CSU) den Ehrengast willkommen und verwies auf den kürzlich gepflanzten Horst-Seehofer-Baum am Rande des Dorfplatzes. Seehofer trug sich dann in das Goldene Buch der Gemeinde Bibertal ein. Im Anschluss sprach Seehofer vor ca. 1.000 Gästen im gut gefüllten Festzelt. 

In seiner Rede, die er anlässlich des 100jährigen Vereinsjübiläums des Schützenvereins "Der Bundschuh" Hetschwang hielt, arbeitete er die Erfolgsrezepte Bayerns heraus. Neben den hinlänglich bekannten Ausführungen zum 5-Sterne-Land Bayern stachen besonders folgende Aspekte heraus:

 

  • Seehofer will am gegliederten Schulsystem festhalten und hält nichts von einer Einheitsschule. Die Ausbildung der Kinder gemäß ihren Fähigkeiten und Begabungen sei der nachweislich bessere Weg als die Einheitsschule, in der "die einen über- und die anderen unterfordert" seien.
  • Seehofer steht nach wie vor für eine solide Finanzpolitik ohne neue Schulden. Daran wird sich auch für den folgenden Doppelhaushalt nichts ändern. 
  • Der hastige Atomausstieg, der gerade ob der abrupten Kurswechsel der CSU-Führungsriege im Kraftwerksstandort Landkreis Günzburg mit großer Skepsis verfolgt wird, solle so gestaltet werden, dass dies "sowohl von den Arbeitsplätzen als auch von der Steuerkraft" für den Landkreis verträglich gestaltet wird.
Nachdem der Landkreis bereits zwei Bundeswehrstandorte ohne Kompensation verloren hat, darf man auf die Umsetzung dieses Versprechens sehr gespannt sein.

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Kiermasz@Twitter