Jahreshauptversammlung Kinderschutzbund: Wege durch den Mediendschungel

Landesvorsitzender DKSB Ekkehart Mutschler

Kinder und Jugendliche in Deutschland wachsen heute ganz selbstverständlich im „Mediendschungel“ von Computer, Handy, Internet oder Fernsehen auf. Doch der verantwortungsvolle Umgang mit den neuen Medien muss gelernt sein. Um die notwendige Kompetenz dafür zu erwerben, benötigen Kinder und Jugendliche die Unterstützung von Eltern und Erziehern.

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Kinderschutzbunds Günzburg ging Ekkehart Mutschler auf diesen Themenbereich ein.

„Kinder erlangen einen bewussten Umgang mit Medien nicht automatisch, sondern müssen ihn erlernen“, betont Ekkehard Mutschler, der Jugendmedienschutzbeauftragte des Deutschen Kinderschutzbundes . „Hierfür ist die Medienkompetenz der Eltern und Erzieher von zentraler Bedeutung.“  Die Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen ist und bleibt ein brisantes Thema. Gerade deshalb ist es wichtig, dass Eltern frühzeitig Stellung beziehen, Grenzen setzen und gleichzeitig Ihre Kinder ermutigen.

Für diese wichtige Aufgabe brauchen sie Unterstützung. „Die ersten Fragen tauchen meist beim Thema Fernsehen auf. Ab wann, was und wie viel dürfen Kinder überhaupt sehen?“, erklärt Ekkehard Mutschler. „Später wächst durch Handy, Internet, PC-Spiele und Co. die Verunsicherung vieler Eltern noch mehr. Laut der ersten repräsentativen Studie zur Häufigkeit der Internetabhängigkeit „Prävalenz der Internetabhängigkeit (PINTA I)“, die vom Bundesgesundheitsministerium gefördert wurde, sind etwa ein Prozent der 14- bis 64-jährigen in Deutschland internetabhängig. Besonders stark betroffen ist die Altersgruppe der 14- bis 24-Jährigen, dort gibt es 2,4 Prozent abhängige und 13,6 Prozent problematische Internetnutzer. „Die Zahlen sind alarmierend. Medienabhängigkeit muss endlich als eigenständige, nicht stoffgebundene Suchterkrankung anerkannt werden“, so Ekkehard Mutschler.  

In der heutigen Zeit gehört es zu den grundlegenden Erziehungsaufgaben, Kindern den richtigen Umgang mit den Medien zu vermitteln. Dies ist allerdings nur möglich, wenn man der modernen Technik nicht hinterhinkt und deren Möglichkeiten und Chancen kennt.“ 

 

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